Lebenslange Zunahme der Arteriosklerose ist kein unabwendbarer Alterungsprozess , sondern eine Mangelkrankheit. Folgende Fakten beweisen dies:
Untersuchungen der von Tieren erzeugten Vitamin-C-Mengen ergeben auf unser Körpergewicht umgerechnet Tagesmengen, die weit über den bisher für unsere Ernährung üblichen und empfohlenen Werten liegen, nämlich 1 bis 15 g Ascorbinsäure (Vitamin C) pro Tag. Wir haben keine Chancen, solche Mengen mit der Nahrung aufzunehmen.
Da die vitaminreiche Kost unserer Vorfahren den Bedarf an Vitamin C hinreichend deckte, stellte der Verlust der Produktionsfähigkeit zunächst keinen Überlebensnachteil dar, zumal das Lebensalter nicht jene Werte erreichte, bei denen Arteriosklerose zum Problem wird.
Bekannt ist die Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut, die zu einer solchen Schwächung der Blutgefäße führt, dass Blut im ganzen Körper aus den Gefäßen austritt, was schließlich zum Tod führt. Vitamin C ist nämlich für die Herstellung von Kollagen und Elastin erforderlich, die wichtige Bestandteile des Bindegewebes sind.
Die bisher empfohlenen Tagesmengen für Vitamin C (75 mg pro Tag) vermeiden Skorbut mit Sicherheit, reichen aber nicht aus, um die Gefäße so weit zu stärken, dass Schäden bei starken Belastungen (Blutdruckerhöhung) vermieden werden.
Dieses Problem hatten in Notzeiten auch unsere Vorfahren, weshalb die Evolution1 Ersatzstoffe und Ersatzmechanismen entwickelte, um bei Gefäßschäden die Verletzungen abzudichten. Diese Vorgänge führen jedoch zu zunehmender Verengung der Gefäße2, besonders an den Stellen, an denen die Belastung besonders hoch ist. Das sind die Blutgefäße des Herzens und des Gehirns.
Bei einer Lebenserwartung von 40 Jahren, wie sie bis vor 150 Jahren üblich war, traten lebensbedrohende Gefäßverschlüsse in Herz oder Gehirn kaum auf. Im letzen Jahrhundert entwickelten sie sich jedoch zur Todesursache Nummer Eins.
Koronare Herzerkrankung
Die Arterien im Herzen sind durch den Herzschlag und den hohen
Blutdruck
in der Nähe des Herzens den größten Belastungen
ausgesetzt.
Durch die oben genannten Verengungen nach kleinen Verletzungen kommt es
zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und
Nährstoffen.
Vor allem bei Belastungen reicht dann die Pumpleistung nicht mehr aus,
es kommt zu Angina pectoris6 und bei
vollständigem
Verschluss zum Herzinfarkt (Absterben unterversorgter Teile des
Herzmuskels)
Schlaganfall
Analog entstehen Schaganfälle durch einen Verschluss von
Arterien im Gehirn. Arteriosklerotische Ablagerungen bilden sich
bevorzugt
in den Arterien des Nackens (=Arteria carotis) oder des Gehirns. Wird
der
Blutfluss unterbrochen, werden Millionen Gehirnzellen geschädigt
(Schlaganfall).
Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind besonders
Raucher und Diabetiker betroffen. Es kommt zu teilweisen oder
vollständigen
Verschlüssen von Arterien in der Peripherie7,
vor allem in den Beinen (Raucherbein). Ursache ist auch hier eine
Verengung,
mit einer verstärkten Neigung zur Thrombose (d.h. Zusammenballung
von Blutplättchen).
Herzinsuffizienz und
Kardiomyopathien
Herzinsuffizienz8 ist das
Unvermögen des Herzens, genügend Blut in den Kreislauf zu
pumpen.
Kardiomyopathie9 ist eine Fehlfunktion des Herzens, ohne dass arteriosklerotische Veränderungen oder sonstige mechanische Herzfehler vorliegen. Häufig kommt es zu einer krankhaften Vergrößerung des Herzmuskels.
Ursache kann eine Unterversorgung der Herzzellen mit für diese Zellen lebenswichtigen Nährstoffen sein (Carnitin für die Fettverbrennung im Herz und Senkung freier Fettsäuren, Coenzym Q10, Vitamine, Mineralien).
Rhythmusstörungen
Der im Sinusknoten des Herzens erzeugte, periodische elektrische Impuls
und seine exakte Weiterleitung in die Herzzellen, führt zur
gesteuerten
Zusammenziehung des Herzmuskels und damit zum geordneten Schlagen des
Herzens.
Die exakte Erzeugung und Weiterleitung der Impulse setzt das optimale
Vorhandensein
von Nährstoffen voraus (Vitamine, Mineralien wie Magnesium und
Kalium,
Carnitin und Omega-3-Fettsäuren)
Voraussetzungen für ein dauerhaft gut funktionierendes Herz-Kreislaufsystem
Das Auftreten der Arteriosklerose ausschließlich in Arterien zeigt, dass diese mit der Stabilität und Elastizität der Blutgefäße zusammenhängen muß, da die Arterien dem höchsten Blutdruck und damit einer viel stärkeren mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind als die Venen, die das Blut zum Herzen zurückführen. Die Erhaltung dieser Stabilität und Elastizität ist daher der wichtigste Schritt bei einer Prävention und ursächlichen Behandlung der Arteriosklerose.
Bei der Behandlung muss ein zusätzlicher Schritt das Stoppen des Wachsens der Verdickungen und Ablagerungen, sowie die Rückbildung bereits bestehender Veränderungen sein.
Ein dritter Schritt ist die Verminderung oder Verhinderung von Verklumpungen im Blut, um Verstopfungen bereits verengter Gefäße zu vermeiden.
Cholesterin ist ein wichtiger und unentbehrlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist nötig zur Erhaltung der Stabilität der Zellwände, zur Bildung von Hormonen (z.B. von Sexualhormonen, was die libidoerhöhende14 Wirkung von Eiern erklärt), zur Bildung von Vitamin D und zur Bildung von Gallensäuren.
Cholesterin wird deshalb im wesentlichen im Körper selbst erzeugt. Nur ca. 20% werden mit der Nahrung aufgenommen. Wird wenig aufgenommen, erzeugt der Körper viel, wird viel aufgenommen, erzeugt er wenig. Durch niedrige Cholesterinzufuhr kann der Blutspiegel langfristig kaum entscheidend reguliert werden.
Da Cholesterin nicht wasserlöslich ist, wird es im Blut an Trägerproteine gebunden transportiert. Diese Verbindungen heißen Lipoproteine. Nach ihrer Dichte unterscheidet man:
LDL (Low-Density-Lipoprotein = Lipoprotein niedriger Dichte) mit etwa 50% Cholesterinanteil
HDL (Heigh-Density-Lipoprotein = Lipoprotein hoher Dichte) mit etwa 20% Cholesterinanteil
Der Zusammenhang mit Arteriosklerose und Herz-Kreislaufkrankheiten besteht vor allem bei erhöhtem LDL im Blutserum, während erhöhtes HDL offenbar einen günstigen Einfluss hat. Aber auch erhöhtes LDL scheint nicht die primäre Ursache zu sein, da manche Menschen trotz außerordentlich hoher LDL-Werte gesund bleiben und andere trotz vorbildlicher Werte erkranken.
HDL kann aufgrund seines niedrigen Cholesteringehaltes abgelagertes Cholesterin aus dem Blut und vermutlich sogar aus den Gefäßwänden aufnehmen. Sein Anteil sollte daher nicht zu niedrig sein (LDL/HDL < 4,5).
Lp(a) hilft bei der Heilung verletzter Blutgefäße. Wenn ein Blutgefäß verletzt ist, stoppt zunächst fibrinhaltiges Gerinsel die Blutung. Für die endgültige Abdichtung und Heilung werden jedoch cholesterinreiche Partikel benötigt. Dies kann durch Lp(a) geschehen, das sich über sein Apo(a) an die Gefäßwand anlagert. Im Überschuss abgelagert, fördert Lp(a) jedoch durch Aufnahme weiteren Fibrins die Arteriosklerose. Sein Apo(a) verdrängt nicht nur das fibrinauflösende Plasminogen, sondern kann auch noch die Zellteilung in der Arterienwand anregen. Dies ist zwar günstig für die Heilung, begünstigt jedoch die Arteriosklerose.
Im Laufe des Lebens bilden sich in stark beanspruchten Arterien häufig kleine Gerinsel, die sich jedoch nach erfolgreicher Abdichtung wieder auflösen. Wird dies durch Apo(a) öfter verhindert, kann sich ein Gefäßverschluss ausbilden.
Genauere Untersuchungen zeigen, dass der entscheidende Risikofaktor nicht Cholesterin, sondern Lipoprotein(a) ist. Erhöhte Lp(a)-Werte erhöhen das Risiko auf das zwei- bis dreifache, wenn die Cholesterinwerte niedrig sind. Sind sie jedoch hoch, dann steigt das Risiko auf das insgesamt fünf- bis sechsfache.
Erhöhtes Cholesterin oder LDL erhöht das Risiko jedoch nur, wenn gleichzeitig Lp(a) erhöht ist. Erst dann wird auch Cholesterin zum Risikofaktor. Bei Lp(a)-Werten unter 20 mg/dl ist das Risiko gering, über 40 mg/dl ist es hoch.
Erhöhtes Lp(a) ist zehnfach wichtiger als erhöhtes LDL.
LDL lagert sich erst an schon abgelagertes Lp(a) an. Eine alleinige Ablagerung von LDL findet anscheinend kaum statt. Dies erklärt, warum erhöhtes LDL allein kein Risikofaktor ist.
Auch Apo(a) und Lp(a) gibt es nur bei den Tieren, die Vitamin C nicht selbst synthetisieren.
Meerschweinchen unter hoher Vitamin-C-Zufuhr bekommen keine Arteriosklerose. (Dosierung, umgerechnet auf das Körpergewicht des Menschen: ca. 2 bis 3 g Vitamin C/Tag)
Meerschweinchen unter chronischen Vitamin-C-Defizit bekommen schnell eine Arteriosklerose. (Dosierung, umgerechnet auf den Menschen: ca. 100 mg Vitamin C/Tag)
Die arteriosklerotischen Läsionen (Verletzungen in der Gefäßwand) sind in der Struktur vergleichbar den Läsionen beim Menschen. Die Läsionen mit einer Auflockerung des Bindegewebes der Arterien treten auch bei einem normalen Cholesterinspiegel auf. Es kommt jedoch zunächst kaum zu fettigen Ablagerungen. Diese entstehen erst bei längerdauerndem chronischen Vitamin-C-Mangel.
Chronisches Vitamin-C-Defizit plus erhöhter Cholesterinspiegel, ausgelöst durch zusätzliche Cholesterinzufuhr, führen schneller zu arteriosklerotischen Veränderungen. Jetzt treten zusätzlich auch fettige Ablagerungen auf.
Verabreichung hoher Mengen an Vitamin C plus hoher Mengen an Cholesterin führt nicht zu einer Arteriosklerose.
Reversibilität (Umkehrbarkeit) der Arteriosklerose. Wird durch Vitamin-C-Defizit eine Arteriosklerose erzeugt und werden dann anschließend höhere Mengen an Vitamin C gegeben, verschwinden die arteriosklerotischen Veränderungen. Fettablagerungen lösen sich wieder auf; die Auflösung dauert aber um so länger, je mehr Ablagerungen bereits vorhanden sind.
Vitamin C stabilisiert nicht nur die Gefäßwände und senkt Lipoprotein(a), sondern beeinflußt in günstiger Weise auch Blutfette und Cholesterin (HDL wird 20 bis 40% höher, LDL bis zu 65% niedriger, Triglyceride bis zu 45% gesenkt).
Raucher haben erniedrigtes Vitamin C, da dieses zur Abwehr und Vernichtung der Freien Radikale benötigt wird. Raucher leiden daher häufig unter einem chronischen Vitamin-C-Defizit. Bei gleicher Vitamin-C-Zufuhr sind bei Rauchern die Vitamin-C-Blutspiegel18 bis zu 50 % niedriger. Raucher brauchen mehr als die dreifache Menge an Vitamin C, um den gleichen Blutspiegel wie Nichtraucher zu erreichen.
Der tägliche Bedarf an Vitamin C
Säugetiere, die Vitamin C selbst herstellen, erzeugen das 10 bis 30-fache der bisher offiziell empfohlenen Mengen.
Zu empfehlen ist eine tägliche Nahrungsergänzung mit 1 bis 2 g Vitamin C (=Ascorbinsäure). Sie kann wie Zitronensäure zum Säuern von Getränken oder Speisen verwendet werden. Mitkochen reduziert jedoch die Wirkung. In Einzelfällen kann der Bedarf auch höher sein (Raucher, Herzpatienten usw.). Die mit Sicherheit auf Dauer ohne gesundheitliche Schäden zu vertragende Tagesdosis liegt über 7,5 g.
Niacin (=Vitamin B3= Nicotinsäure) verringert die Syntheserate von Lp(a) und führt damit zu seiner Senkung (schon bei 135 mg Nicotinat19 pro Tag nach 2 Monaten um 35 %). Darüber hinaus wird Niacin in hoher Dosierung (3 g pro Tag) als Cholesterinsenker eingesetzt (Senkung von LDL und ausgeprägte Erhöhung des guten HDL). Ebenso senkt es erhöhte Triglyceride.
Omega-3-Fettsäuren (Fischöle) haben ebenfalls eine Lp(a)-senkende Wirkung. Sie vermindern auch noch weitere Risikofaktoren und führen damit zu einer Verminderung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wie bei allen natürlichen Mitteln tritt die Wirkung erst nach längerer Anwendung ein.
Freie Radikale sind auch im Zigarettenrauch, in Autoabgasen, sowie als Stickoxide, Ozon oder Smog in der Luft vorhanden. Auch UV-Strahlung (Sonne!), radioaktive Strahlung, Höhen- und Röntgenstrahlung erzeugen freie Radikale. Diese sind Bestandteil des Lebens und in nicht zu hoher Konzentration von unentbehrlichem Nutzen (Abwehr schädlicher Bakterien). Zur Gefahr werden sie erst, wenn im Organismus die natürlichen Antioxidanzien nicht mehr ausreichend vorhanden sind.
Freie Radikale reagieren ungezielt mit allen organischen Substanzen, das heißt es ist kaum vorhersehbar, welche körpereigenen Stoffe verändert werden. Sie sind ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung chronischer Erkrankungen und beim Alterungsprozess. In den Lipoproteinen verändern sie das darin enthaltene Cholesterin, die ungesättigten Fettsäuren und das Protein. Wahrscheinlich wird erst durch diese Reaktionen das LDL gefährlich.
Das derart veränderte Lipoprotein wird von den Makrophagen22 als Fremdkörper angesehen und verspeist. Damit werden sie zu Schaumzellen, die sich an Gefäßwänden absetzen und zwar bevorzugt an Stellen, an denen bereits Verletzungen vorliegen. Dort platzen Sie schließlich und geben das oxidierte Cholesterin in und an der Gefäßwand frei (Bildung von Plaques).
Oxidiertes LDL-Cholesterin fördert die Verklumpung von Blutplättchen, setzt Wachstumsfaktoren frei (Wucherung der Gefäßwand), akkumuliert23 Entzündungszellen, usw. Es ist auch ein Zellgift, das bereits leicht verletzte Zellwände weiter zerstört.
Die Oxidation von LDL durch Radikale muss deshalb vermieden werden.
Antioxidative Enzyme24 und natürliche Antioxidanzien
Der Schutz durch die antioxidativen Enzyme allein ist jedoch nicht ausreichend. Deshalb benutzt der Organismus sogenannte Antioxidanzien, die direkt mit den freien Radikalen reagieren und diese unschädlich machen. Die wichtigsten sind die Vitamine C und E, Beta-Carotin (Provitamin A) und Vitamin A selbst.
Weitere Antioxidanzien geringerer Wirkung sind die Alpha-Liponsäure, Coenzym Q10 (=Ubichinon), Flavonoide (In Tomaten, Rotwein und grünem Tee), Glutathion, Vitamin K usw. Lebenswichtig, also essentiell sind von den Antioxidanzien die Vitamine C und E. Für die Gesundheit sind jedoch auch die anderen wichtig.
Im Gegensatz zu den regenerierbaren antioxidativen Enzymen werden die natürlichen Antioxidanzien bei der Reaktion mit freien Radikalen verbraucht. Ihr Bedarf hängt daher von der jeweiligen Belastung mit freien Radikalen ab.
Der Organismus besteht sowohl aus wässerigem Milieu als auch aus Fett-Milieu. In beiden kommen freie Radikale vor. Entsprechend gibt es wasserlösliche, fettlösliche und sowohl wasser- als fettlösliche Antioxidanzien.
Vitamin C
Das wichtigste Antioxidanz in wässerigen Systemen ist Vitamin
C. Es zerstört dort freie Radikale und verhindert dadurch
deren
Eindringen in das Lipidsystem. Radikale, die dieser Zerstörung
entgehen,
können in die Lipidphase vordringen und LDL-Cholesterin oxidieren.
Vitamin
C verbessert auch die Wirkung von Vitamin E, indem es verbrauchtes
Vitamin E teilweise regeneriert.
Vitamin E
Vitamin E ist das wichtigste fettlösliche Antioxidanz.
Es verhindert die Oxidation der ungesättigten Fettsäuren,
z.B.
im LDL-Cholesterin. Inzwischen wird ein Tagesbedarf von 100 bis 200
I.E.(internationale
Einheiten)/Tag empfohlen.
Beta-Carotin
Beta-Carotin ist insbesondere wirksam gegen den einatomigen Sauerstoff,
einem hochaktiven Auslöser von Radikal-Kettenreaktionen. Daneben
reagiert
es direkt mit freien Radikalen.
Coenzym Q10
(=Ubichinon)
Coenzym Q10 kann zwar im Organismus selbst synthetisiert25
werden, seine Konzentration läßt jedoch mit zunehmendem
Alter
stark nach. Sie wird auch durch blutfettsenkende Medikamente
vermindert.
Es ist wichtig für den Elektronentransport in der Atmungskette und
für die ausreichende Energieversorgung des Herzens. Wegen seiner
Ähnlichkeit
mit Vitamin E hat es auch eine ausgeprägte antioxidative
Wirkung.
Carnitin
Carnitin ist ein körpereigenes Aminosäurenderivat, das in
Leber und Niere synthetisiert wird, wozu Eisen, die Vitamine C und B6,
sowie Niacin benötigt werden. Carnitin wird auch mit der Nahrung
aufgenommen,
vor allem mit Fleisch, ganz besonders mit Herz, Niere und Leber.
Carnitin ist ein essentieller Cofaktor für den Fettstoffwechsel. Energie für kurzzeitige Aktivitäten gewinnt der Körper durch Verbrennung von Glukose. Ausdauernde Kontraktionsarbeit, wie sie vor allem der Herzmuskel verrichten muss, verlangt jedoch die fast ausschließliche Verbrennung der Fette.
Die Fette werden in Form von freien Fettsäuren in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen verbrannt. Die äußere Membran der Mitochondrien ist jedoch für die freien Fettsäuren unüberwindlich. Sie müssen deshalb mit Carnitin in Acylcarnitin umgewandelt werden. Ohne Carnitin ist Energieerzeugung aus Fett nicht möglich. Auch das Herausschleusen der Verbrennungsrückstände aus den Mitochondrien erfordert Carnitin. Im Herzmuskel ist die Carnitinkonzentration 100-mal so hoch wie im Blut.
Während bei gesunden Menschen mit ausreichender Versorgung an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen und normaler Ernährung, genügend Carnitin zur Verfügung steht, ist bei Erwachsenen mit Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie, koronarer Herzerkrankung, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen oder bestimmten genetischen Defekten, Carnitin im Herzmuskel deutlich erniedrigt.
Durch Nahrungsergänzung mit 200 bis 600mg L-Carnitin täglich werden die Beschwerden drastisch gesenkt. Nach 12 Monaten Ergänzung konnten sogar Arzneimittel, wie Diuretika, Nitrate und Nifedipin reduziert werden. Die Todesfälle von Infarktpatienten innerhalb eines Jahres sanken auf 10% gegenüber Patienten ohne Ergänzung mit Carnitin.
Flavonoide
Flavonoide sind wasserlösliche Antioxidanzien, die in Obst,
Gemüse,
Tee und Wein vorkommen und die Oxidation von LDL-Cholesterin
verringern.
Die im Rotwein reichlich vorhandenen Flavonoide sind vermutlich die
Ursache
für das „französische Paradoxon“ (wenig
Herz-Kreislauferkrankungen
trotz hohem Fettkonsums).
Vitamine B2, B6, B12
und Folsäure
Vitamine B2, B6, B12 und Folsäure
verringern die körpereigene Synthese des oxidationsfördernden
Homocysteins und wirken damit indirekt antioxidativ.
Antioxidativer Index
Außerordentlich günstig ist die Verabreichung mehrerer
Antioxidanzien
gleichzeitig, da sich diese in ihrer Wirkung gegenseitig
unterstützen
und verstärken.
Je höher der antioxidative Index = Konzentration Vitamin C x Vitamin E x Beta-Carotin x Selen im Blut ist, desto weniger Herz-Kreislauferkrankungen kommen vor.
Multivitamine neben Vitamin C und E sind besonders
wirkungsvoll.
Um eine hohe tägliche Aufnahme an Antioxidanzien mit Sicherheit
zu gewährleisten, ist eine tägliche Nahrungsergänzung
mit
Antioxidanzien sinnvoll, da die notwendigen Mengen durch unsere
Ernährung
nur schwer, bzw. überhaupt nicht erreichbar sind.
Fette und Fettsäuren
„Nicht in der Margarine liegt das prophylaktische Heil, sondern
in den Fischen“
Es kommt nicht vorwiegend auf die Menge der Fettzufuhr an, sondern auf die Fettart. Kreter mit mehr als 40% Fett-Kalorien haben eine auffallend geringe Häufigkeit an Herz-Kreislauferkrankungen.
Auch bei gleichem Fettverbrauch ergeben sich bedeutende Unterschiede in der Sterblichkeit infolge der koronaren Herzerkrankung. So ist beispielsweise bei gleicher Fettaufnahme und gleicher Zufuhr der als besonders gefährlich geltenden gesättigten Fettsäuren (und höherem Cholesterin!) die Sterblichkeit in Frankreich ca. dreimal niedriger als in den USA und England.
Dies dürfte einerseits auf den regelmäßigen Konsum von Rotwein (Flavonoide), als auch auf den geringen Konsum künstlicher (in der Natur nicht vorkommender!) Transfettsäuren aus Margarinen und Backfetten zurückzuführen sein.
Fette spielen eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel und beeinflussen damit Gesundheit und Krankheit.
Systematische Einteilung der Fettsäuren
Fette (Lipide) sind Verbindungen (Ester) eines Alkohols mit einer
Fettsäure.
Bei den Nahrungsfetten (Triglyceriden, Neutralfetten) und den
körpereigenen
Fetten handelt es sich um Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin C3H5(OH)3
mit jeweils drei Fettsäuren.
Im Stoffwechsel spielt Glycerin, außer als Energielieferant, keine Rolle. Fettsäuren können dagegen wichtige Stoffwechselwirkungen entfalten. Diese sind abhängig vom chemischen Aufbau der Fettsäure.
In unserer Nahrung und in unserem Organismus kommen verschiedene Arten von Fettsäuren vor.
H3C-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-...-CH2-COOH
Kohlenstoff ist vierwertig, kann also 4 einwertige Elemente (z.B.
Wasserstoff
H) oder einwertige Atomgruppen (z.B. Methyl H3C- oder die
Karboxylgruppe
-COOH, die für organische Säuren charakteristisch ist)
binden.
In Ketten hängen die Kohlenstoffatome unmittelbar aneinander,
wobei
von jedem der End-C-Atome eine Wertigkeit verbraucht wird und drei z.B.
je ein H-Atom binden können, wie in H3C-. In der
einwertigen
Karboxylgruppe -COOH sind 2 Wertigkeiten an den zweiwertigen Sauerstoff
O= und eine Wertigkeit an die einwertige Hydroxylgruppe -OH gebunden.
Also
O=C-OH . Da eine Wertigkeit des C freibleibt, ist diese Gruppe
einwertig.
Die C-Atome im Inneren der Kette sind an jedes Nachbar-C-Atom mit je einer Wertigkeit gebunden, haben also zwei Wertigkeiten frei, die meist an Wasserstoff gebunden sind (-CH2-).
Kohlenstoffatome können mit ihren Nachbar-C-Atomen aber auch Doppelbindungen bilden, wofür je eine weitere Wertigkeit verbraucht wird, so dass statt -CH2-CH2- nur -CH=CH- in der Kette auftritt. Doppelbindungen sind chemisch besonders stabil, also schwerer zu trennen.
Treten in Fettsäuren eine oder mehrere Doppelbindungen auf, dann spricht man von einfach, bzw. mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Für die Wirkungen der Fettsäure ist die Anzahl der Doppelbindungen und die Position der ersten Doppelbindung verantwortlich. Letztere liegt bei natürlichen Fettsäuren nach dem dritten, sechsten oder nach dem 9. C-Atom. Dementsprechend spricht man von Omega -3, Omega-6 bzw. Omega-9-Fettsäuren.
Die dreifach ungesättigte Omega-3-Fettsäure (Linolensäure) hat demnach folgende Struktur:
H3C-CH2-CH=CH-CH2-CH=CH-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-CH2-COOH
Essentielle Fettsäuren vom Typ Omega-3 und
Omega-6
Der Mensch nimmt Fettsäuren mit der Nahrung auf. Gesättigte
und einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Organismus
selbst,
z.B. aus Zucker, herstellen.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren kann der Organismus nicht selbst synthetisieren. Diese sind jedoch für Aufbau und Funktionen des Körpers unentbehrlich, also essentiell (lebenswichtig). Beide sind nicht ineinander umwandelbar, weshalb beide benötigt werden.
Olivenöl besteht zu 70% aus der einfach ungesättigten Ölsäure, einer Omega-9-Fettsäure. Diese ist nicht essentiell, d.h. ihr Fehlen in der Nahrung ist ohne Bedeutung. Olivenöl enthält aber noch ca. 8% der Omega-6-Fettsäure Linolsäure und 1% der Omega-3-Fettsäure Linolensäure, die beide essentiell sind.
Dass in Mittelmeerländern Herz-Kreislaufkrankheiten selten sind, muss aber nicht am Olivenöl liegen. Die Nahrung ist dort auch arm an gesättigten Fetten (wenig Fleisch und Milch!), reich an Gemüse (Antioxidanzien!), reich an Fisch (viel Omega-3-Fettsäuren) und arm an Transfettsäuren aus künstlich gehärteten Fetten.
Trotzdem ist die Verwendung von Olivenöl zu empfehlen, da dadurch der Verzehr gesättigter und gehärteter Fette eingeschränkt wird. Es hat auch ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und enthält große Mengen Vitamin E.
Omega-6-Fettsäuren
In allen Pflanzen wird die Muttersubstanz der
Omega-6-Fettsäure-Familie,
die Linolsäure, aus gesättigten Fettsäuren gebildet. Sie
ist die wesentliche Speicherform pflanzlicher Fette und in hoher
Konzentration
in Pflanzensamen und den daraus gewonnenen Ölen enthalten.
(Sojaöl,
Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl, sowie Pflanzen- und
Diätmargarine).
Auch tierische Fette enthalten noch beträchtliche Mengen an
Linolsäure.
Der tägliche Bedarf liegt bei 7 bis 10 g. Ein Mangel tritt bei der heutigen Ernährung kaum auf.
Omega-3-Fettsäuren
Auch die Omega-3-Fettsäure Linolensäure kommt in
Pflanzenölen
vor, aber in weitaus geringerer Menge. Die hochungesättigten, sehr
langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaen- und
Docosahexaensäure
können vom Menschen nur in beschränktem Umfang und sehr
langsam
aus der Linolensäure hergestellt werden. Da sie jedoch in Algen,
Moosen,
Farnen und Blättern gebildet werden, finden sie sich in hohen
Konzentrationen
in Fischen, vor allem in Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering, Lachs,
Forelle. Auch das Fleisch wildlebender Tiere, die sich von Moosen,
Farnen
und Blättern ernähren, enthält viel
Omega-3-Fettsäuren.
Die Erforschung des Bedarfs an Omega-3-Fettsäuren ist noch nicht abgeschlossen. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl sind offenbar dreimal wirkungsvoller als Linolensäure. Wahrscheinlich sind aber alle drei wichtig.
Man hält 1 g Linolensäure pro Tag für wünschenswert (mindestens 0,3 g) und 0,5 g/Tag von den langkettigen Omega-3-Fettsäuren (mindestens 0,1 bis 0,2 g).
Der Bedarf an Linolensäure ist meist ausreichend gedeckt. An den langkettigen Omega-3-Fettsäuren werden durchschnittlich nur 0,1 g aufgenommen. Man muss also von einem latenten Defizit für einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung ausgehen.
Noch kritischer erscheint das Verhältnis Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei unserer heutigen Ernährungsweise zu sein, das entscheidend niedriger ist, als das, an das der Mensch durch die Evolution angepasst ist. Denn Fisch und Wildtiere bildeten die wichtigsten Nahrungsquellen. Das Verhältnis lag zwischen 6:1 und 1:1.
Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft (Masttiere!) stieg der Fettkonsum in den letzten 100 bis 150 Jahren beträchtlich und der Fischkonsum ging stark zurück. Das Fett von Masttieren enthält jedoch nur wenig Omega-3-Fettsäuren. Das Verhältnis liegt heute bei 25:1 bis 20:1. Herz-Kreislaufkrankheiten nahmen in den letzten 150 Jahren drastisch zu. In Ländern mit hohem Fischkonsum liegt auch heute noch die Herzinfarktrate niedrig.
Eine zu hohe Aufnahme der vor allem im Fleisch enthaltenen Arachidonsäure (Omega-6) steigert die unerwünschte Bildung von Entzündungsvermittlern und stört das empfindliche Gleichgewicht der verschiedenen Blutbestandteile.
Erhöhter Verzehr von Fischen und Minderung des Fleischkonsums wird dringend empfohlen. Fischöl hat gegenüber Fischnahrung den Vorzug, produktionsbedingt frei von Schwermetallen (Quecksilber) zu sein (Lebertran ist jedoch nicht empfehlenswert. Er enthält 1% Cholesterin!). Allerdings wird bei einer Fischmahlzeit eine Fleischmahlzeit eingespart.
Es dürfte auch günstig sein, weniger Pflanzenmargarine, Diätmargarine, Diätöle oder Pflanzenöle mit einem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl usw. zu verwenden. Besser sind Leinöl, Olivenöl, Walnußöl, Sojaöl und Weizenkeimöl.
Empfehlungen:
Butter enthält jedoch nur ca.1,8 g Linolsäure und 1,2 g Linolensäure (pro 100 g).
Standardmargarine enthält auch künstliche Trans-Fettsäuren und ist daher abzulehnen.
Fettsäuren sind Ausgangssubstanzen von Gewebshormonen, die an zahlreichen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren entstehen unterschiedliche Hormone, die in einem optimalen Gleichgewicht stehen sollen. Dabei konkurrieren die Fettsäuren um die gleichen Enzyme, so dass bei einem Überangebot an Omega-6-Fettsäuren der Stoffwechsel der Omega-3-Fettsäuren eingeschränkt ist. Das ist der Grund, warum das Verhältnis dieser Fettsäuren wichtiger ist, als ihre absolute Menge.
Die angesprochenen Hormone sind zuständig für die Zusammenballung der Blutplättchen (Blutgerinnung), für die Verengung und Erweiterung der Blutgefäße, die Regelung des Blutdrucks und für entzündliche Prozesse.
Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Fischöl und linolenreiche Pflanzenöle haben deshalb eine günstige, gefäßerweiternde und gerinnungshemmende Wirkung und Wirkungen, die die Entstehung und das Fortschreiten der Arteriosklerose hemmen. Wichtig ist dabei die Besserung und Normalisierung gestörter Funktionen (Gerinnung, Blutdruck, Blutfette, Rhythmusstörungen), ohne dass überschießende Reaktionen ausgelöst werden. Die Werte ändern sich nur bis zur Normalisierung.
LDL und VLDL28 werden ebenfalls gesenkt und HDL wird erhöht. Gesamtcholesterin wird nur gesenkt, wenn die Ausgangswerte hoch sind. Bereits normalisierte Werte werden nicht beeinflusst.
Blutgerinnung
Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die wichtigsten Parameter der
Blutgerinnung in günstiger Weise. Die Flexibilität der roten
Blutkörperchen wird erhöht und die Blutviskosität
(Zähigkeit)
nimmt ab. Die Fließeigenschaften des Blutes werden deutlich
verbessert.
Auch schlecht versorgtes Gewebe erhält dadurch mehr Sauerstoff.
Die Zusammenballung von Blutplättchen wird gehemmt und einer
Thrombenbildung
entgegengewirkt.
Die Auflösung kleiner Blutgerinnsel (Fibrin) wird gesteigert.
Blutgefäße werden erweitert.
Blutungsneigung wird um ein bis zwei Minuten verlängert, was meist
einer Normalisierung entspricht.
Diese Wirkungen treten nur allmählich ein.
Blutdruck
Bei normalem Blutdruck tritt keine blutdrucksenkende Wirkung ein. Bei
erhöhtem Blutdruck werden jedoch sowohl der systolische wie der
diastolische
Wert gesenkt.
Bei sehr hohen Blutdruckwerten (über 200 mm Hg), ist über das Ausmaß der blutdrucksenkenden Wirkung noch nichts bekannt.
Rhythmusstörungen
Rhythmusstörungen können harmlose, gelegentlich auftretende
Störungen des Herzens sein. Meist sind sie jedoch das Ergebnis
einer
ernsten Herz-Kreilauferkrankung.
Bei Tierversuchen zeigten sich günstige Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren. Das lebensbedrohende Kammerflimmern konnte vermieden werden.
Exakte Untersuchungen am Menschen liegen bisher nicht vor. Es zeigte sich aber, dass bereits eine Fischmahlzeit/Woche das Risiko eines plötzlichen Herzstillstandes um 50 % verringerte.
Omega-3-Fettsäuren und Arteriosklerose
Arteriosklerose wird durch eine Vielzahl von Faktoren gleichzeitig
ausgelöst und ist ein chronischer, sich über viele Jahre
hinziehender
Prozess. Es ist nicht zu erwarten, dass sie durch eine kurz dauernde
Behandlung aufgehalten werden kann.
Unbestreitbar ist jedoch, dass Bevölkerungen mit einer hohen Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren eine auffallend geringere Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen haben.
Das klassische Beispiel sind die Eskimos. Trotz einer fettreichen Ernährung, die jedoch arm an Omega-6-Fettsäuren und reich an Omega-3-Fettsäuren ist, sind bei Ihnen Herz-Kreislauferkrankungen selten. Das gilt jedoch nicht für die in Dänemark lebenden Eskimos.
Japaner essen viel Fisch und haben auffallend selten einen Herzinfarkt. Ein Vergleich japanischer Fischer und Bauern zeigte, dass die Fischer höhere Omega-3-Fettsäure-Konzentrationen im Gewebe haben und Infarkte wesentlich seltener auftreten als bei den Bauern.
Studien in den USA über 20 Jahre zeigten, daß die Sterblichkeit proportional zur Erhöhung der Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren sinkt.
Herz-Kreislauferkrankungen unter Mittelmeerdiät sind selten.
Häufigkeit von Schlaganfällen ist bei einem Verzehr von
mehr
als 150 g Fisch pro Woche deutlich niedriger.
Fischmahlzeiten
0,4 bis 0,5 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag sollten erreicht werden.
Das entspricht zwei Fischmahlzeiten pro Woche oder 1,5 g Fischöl
täglich.
In 100 g Fisch sind enthalten:
Makrele
1,6 - 2,6 g Omega-3-Fettsäuren
Hering
1,1 - 2,4 g Omega-3-Fettsäuren
Lachs
0,4 - 1,5 g Omega-3-Fettsäuren
Thunfisch
1,5 - 2,0 g Omega-3-Fettsäuren
Regenbogenforelle
0,8 - 1,2 g Omega-3-Fettsäuren
Kabeljau,
Dorsch
0,3 g Omega-3-Fettsäuren
Auch Sardinen weisen hohe Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren auf.
Fischkonserven sind ebenso wie frischer Fisch geeignet, da Fische ohnehin wenig Vitamine enthalten.
Lebertran ist für eine Langzeiteinnahme wenig geeignet, da er nur halb so viel Omega-3-Fettsäuren wie Fischöl enthält und außerdem einen sehr hohen Wert an Cholesterin, sowie an Vitamin D und A aufweist.
Fischöl enthält keine Schwermetalle und ist durch Vitamin E gegen Oxidation und Peroxidbildung geschützt.
Transfettsäuren
Kohlenstoff-Doppelbindungen kommen in der geknickten Cis-Form und in
der gestreckten
Trans-Form vor.
Cis:
C=C
Trans:
C-C=C-C
/ \
C C
Natürliche, ungesättigte Fettsäuren liegen in der Cis-Form vor. Die Knicke in deren Struktur erschweren ein enges Zusammenpacken der Moleküle. Daher sind diese Fette flüssig. Transfettsäuren bilden dagegen feste Fette.
In natürlichen Fetten kommen Transfettsäuren praktisch nicht vor. Lediglich im Fleisch und Milchfett von Wiederkäuern ist es in geringen Mengen und vermutlich in einer weniger schädlichen Form als in künstlich gehärteten Fetten enthalten.
Im 19. Jahrhundert wurde ein chemischer Prozess eingeführt, bei dem durch Einwirkung von Wasserstoff in der Hitze natürliche flüssige Fette in feste Fette umgewandelt wurden (Fetthärtung). Diese Härtung tritt durch Umwandlung ungesättigter in gesättigte Fettsäuren und durch Bildung von Transfettsäuren ein. Solche Fette hat es in der Natur vorher nie gegeben! So erhält man Backfette und Margarinen. Der Gehalt an Transfettsäuren in diesen Produkten kann bis zu 65% betragen.
Im Verlauf des letzten Jahrhunderts nahm der Verbrauch an gehärteten Fetten kontinuierlich zu. Grund dafür sind die niedrigen Kosten und die gute Haltbarkeit. In neuester Zeit haben sich die Bedenken gegen gehärtete Backfette und Margarinen gemehrt. Die Empfehlung von Margarinen zur Prophylaxe von Herz-Kreislauferkrankungen ist zumindest äußerst fragwürdig. Standardmargarinen enthalten Transfettsäuren, Diätmargarinen meist einen zu hohen Anteil von Omega-6-Fettsäuren.
Transfettsäuren erhöhen wie gesättigte Fettsäuren Cholesterin und LDL-Cholesterin und senken das schützende HDL. Auch Lipoprotein(a) wird erhöht. Blutgerinnung und Thrombenbildung wird begünstigt.
Die Zunahme an Herz-Kreislauferkrankungen in den westlichen Industrieländern verlief zeitlich parallel zur Zunahme des Verzehrs von Transfettsäuren. Herzkreislauf-Todesfälle sind in Nordeuropa, wo mehr gehärtete Fette verwendet werden, häufiger als in Südeuropa. Der Konsum natürlicher Transfettsäuren aus Butter erhöht jedoch das Risiko für koronare Herzkrankheiten nicht.
Alternativen zu gehärteten Fetten sind natürliche Pflanzenöle. Sogar feste Pflanzenfette, wie Palmkernöl, dürften trotz ihres hohen Gehaltes an gesättigten Fettsäuren günstiger sein als gehärtete Fette. Zudem gibt es Backfette und Margarinen, die keine gehärteten Fette enthalten. Das ist unter „Zutaten“ angegeben.
Obst und Honig enthalten auch Fruchtzucker (Fruktose) und Sacharose (Rohrzucker, Zucker aus gleichen Teilen Fruktose und Glukose). Bis vor 200 Jahren waren das 5 bis 10 g Fruktose pro Tag. Heute werden pro Tag 100 g Sacharose aufgenommen.
Die großen Mengen Fruktose, an die der Organismus nicht angepasst ist, sind Mitursache von Herzkrankheiten und Diabetes26. Verschlechterung des Fettstoffwechsels und Insulinresistenz27 sind die unmittelbaren Wirkungen des Fruktose-Überangebots.
Es ist bekannt, dass der Verzehr von Fruktose in Vergleich zu Glukose bzw. Stärke zu einer Erhöhung von Cholesterin, insbesondere von VLDL- und LDL-Cholesterin und Triglyceriden führt. HDL bleibt unverändert. Diese Beeinflussung des Fettstoffwechsels tritt bei 30 bis 100 g Fruktose pro Tag auf. Fruktose führt zur Bildung von Acetat29, das teilweise in Cholesterin umgewandelt wird. Auch eine Umwandlung in freie Fettsäuren (Triglyceride) findet statt (drei- bis achtmal mehr als bei Glukose).
Der Verzehr von Fruktose führt zu einer Senkung des Insulinspiegels und zu Insulinresistenz.
Aminosäuren
Die Gabe von Lysin bei Arteriosklerose erscheint daher sinnvoll. Auch die nichtessentiellen Fettsäuren Prolin und Hydroxyprolin haben eine ähnliche Wirkung.
Er hat jedoch bei mäßigem Genuß günstige Wirkungen. Die Sterblichkeit bei Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch die Gesamtsterblichkeit werden vermindert (bis zu ca. 50% bei ca. 30 bis 50 g Alkohol pro Tag). Ab 80 g täglich steigt die Gesamtsterblichkeit wieder an. Die Herz-Kreislaufsterblichkeit erhöht sich erst bei höheren Werten.
Dies gilt für alle Personengruppen (Männer, Frauen, Raucher, Nichtraucher, Übergewichtige,...) und alle alkoholischen Getränke. Der Genuss von Wein, besonders von Rotwein wirkt jedoch darüber hinaus besonders präventativ.
Alkohol senkt LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) und erhöht HDL (ca.15%). Fibrinogen sinkt und Plasminogen steigt (verminderte Blutgerinnung).
Weiß- und Rotwein hemmt darüber hinaus die Zusammenballung von Blutplättchen (Gehalt an Salicylaten30wirkt wie Aspirin31).
Rotwein ist auch noch ein Antioxidans (Polyphenole, Flavoine und Tannine32). Als solches ist Rotwein noch wirkungsvoller als Vitamin E. 1 g Vitamin C ist allerdings als Antioxidans doppelt so wirksam wie 300 ml Rotwein.
1 bis 2 Gläser Wein täglich sind zu empfehlen. Rotwein ist besser als Weißwein und dieser wieder besser als Bier. Hochprozentige Getränke sind weniger wirksam als Bier.
Mineralien und Spurenelemente
Der Körper enthält 20 bis 25 g in Knochen (60%) und in Herz- und Muskelzellen (40%). Nur ca. 1% in Körperflüssigkeiten. Von allen Organen hat das Herz den höchsten Magnesiumgehalt.
Der tägliche Bedarf beträgt 300 bis 400 mg. Ein Mangel kann sehr leicht eintreten, besonders bei der Einnahme von Diuretika (Entwässerung).
Bei Bluthochdruck senkt Magnesium (100 - 300 g/Tag) den
systolischen
Druck33 um 10 - 20 mm Hg, die
diastolischen34
um
8 - 12 mm Hg (bei hohem Blutdruck stärkere Senkung). Ein normaler
Blutdruck wird nicht beeinflußt.
Ungleichgewicht des Magnesium-Kaliumhaushalts stellt oft eine Ursache von Herzrhythmusstörungen dar. Wichtig ist dabei eine Langzeitbehandlung mit Magnesium, da bei Mangel zuerst die Speicher aufgefüllt werden.
Zu niedriger Magnesiumgehalt des Herzens führt zu einem Verlust energiereicher Phosphate, von dem alle energieverbrauchenden Prozesse des Herzens betroffen sind.
Magnesiummangel führt zu einer vermehrten Bildung freier Radikale, die den Radikalfänger Vitamin E verbrauchen. Dies löst Oxidation von Fetten aus, die Wegbereiter der Arteriosklerose ist.
Kalium
Kalium ist wie Magnesium in hoher Konzentration in den Zellen
vorhanden,
im Blut ist die Konzentration 30-mal niedriger. Der Körper
enthält
ca. 150 g. Der tägliche Mindestbedarf liegt bei 0,5 g. Pflanzliche
Nahrungsmittel sind besonders kaliumreich.
Schwerer Überschuss oder Mangel kann zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen führen. Bei Therapie mit Diuretika (Entwässerung) ist auf Ergänzung mit Kaliumsalzen zu achten.
Bei Bluthochdruck kann mit Kalium meist eine Senkung bewirkt werden.
Unter normalen Bedingungen ist jedoch eine Nahrungsergänzung mit Kalium nicht erforderlich.
Spurenelemente
sind Mineralien, die nur in Spuren benötigt werden. Ist der Bedarf
gedeckt, dann hat die weitere Aufnahme keine biologische Wirkung. Im
Gegensatz
zu Vitaminen kann eine hohe Dosierung schädliche Wirkungen
hervorrufen.
Mit der Nahrung wird dies jedoch normalerweise nie erreicht.
Die Bedarfsdeckung ist im allgemeinen besser gewährleistet als bei Vitaminen, da sie bei der industriellen und küchentechnischen Verarbeitung weniger vermindert werden. Die optimale Bedarfsdeckung ist jedoch nicht immer gesichert.
Für Selen und Jod ist Deutschland Mangelgebiet. Auch bei Eisen und Zink ist die Zufuhr oft zu niedrig. Es gibt auch jahreszeitlich bedingte Schwankungen der Aufnahme. Eine Ergänzung in Höhe des Mindestbedarfs ist daher sinnvoll und führt, zusammen mit der Nahrung, meist zu einer optimalen Versorgung.
Mangel führt zu Leistungsabfall und Schwächung des Immunsystems. Selen, Kupfer, Eisen und Chrom stehen darüber hinaus in direkter Beziehung zu Herz-Kreislauferkrankungen.
Selen
Selen ist zentraler Bestandteil des antioxidativ wirkenden Enzyms
Glutathion-Peroxidase
und daher eines der wichtigsten Spurenelemente bei der Vorbeugung und
Behandlung
der Herz-Kreislauferkrankungen.
Starker Selenmangel führt zu Herzmuskelschwäche. Diese kann durch Gabe von Selen gebessert werden. Der Zusammenhang von Selenunterversorgung und erhöhter Sterblichkeitsrate ist gesichert.
Durch Gabe von Selen kann die Gerinnungszeit verlängert und die Blutplättchenverklumpung vermindert werden.
Nahrungsergänzung mit täglich 50 bis 100 Mikrogramm (µg) Selenomethionin aus Bierhefe ist sinnvoll.
Eisen, Zink, Mangan und Kupfer als zentrale
Bestandteile
antioxidativer Enzyme
Neben Vitamin C, E, Beta-Carotin, Coenzym Q10 spielen
antioxidative
Enzyme, deren zentrale Metallionen Eisen, Zink, Mangan und Kupfer sind,
eine entscheidende Rolle bei der Abwehr freier Radikale.
Hauptaufgabe dieser Enzyme ist die Zerstörung von Wasserstoffperoxid, das leicht in freie Radikale übergeht.
Hohe Fleischaufnahme und damit hohe Zufuhr an eisenhältigen Hämoglobin sollte vermieden werden. Da eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse jedoch zu einer niedrigen Eisenaufnahme führen kann, ist eine Nahrungsergänzung im Mindestzufuhrbereich empfehlenswert. Eine Nahrungsergünzung mit Zink senkt die Ferritinspiegel (überschüssiges Eisen).
Chrom
Chrom ist Bestandteil des Glukosetoleranzfaktors (GTF) und wirkt mit
Insulin bei der Förderung der Glukoseaufnahme in die Zelle. Ein
Chrommangel
führt zu einem erhöhten Insulinbedarf. Versorgung mit Chrom
ist
deshalb bei Diabetes besonders wichtig.
Tierversuche zeigen, daß Chrom auch mit der Entwicklung der Arteriosklerose in Beziehung stehen kann.
Jod
In Deutschland beträgt die tägliche Aufnahme nur 30 bis 70
µg, während mindestens 150 µg wünschenswert
wären.
Jodmangel kann zu Struma (Kropf) führen. Jodid ist ein Radikalfänger und verringert insbesondere die Hydroxylradikalen.
Bedarf an Spurenelementen
Der Versorgungszustand eines Patienten mit Spurenelementen ist kaum
eindeutig festzustellen. Da ausreichende Versorgung von großer
Bedeutung
ist, ist eine Ergänzung in Höhe des Mindestbedarfs
sinnvoll,
was nie zu einer zu hohen Zufuhr führt. Folgende Mengen für
diese
Ergänzung werden empfohlen:
Selen
50 µg
Eisen
8 mg
Zink
5 mg
Mangan 2 mg
Kupfer 1 mg
Chrom 30 µg
Jod
150 µg
Molybdän 50 µg
Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
Obere Grenze für normalen Blutdruck ist 140/90. Als Grenzwerthypertonie bezeichnet man 160/95.
80 % aller Hypertoniker weisen nur eine leichte Hypertonie auf, die sich mit körpereigenen Stoffen ohne Arzneimittel erfolgreich und nebenwirkungsfrei behandeln läßt.
Bei ca. 10 % der Hypertonien ist die Ursache bekannt (Nierenerkrankungen, Hormonstörungen), so dass diese behandelt werden kann.
In 90 % der Fälle liegt essentielle Hypertonie vor, deren Ursache unbekannt ist. Oft tritt sie gemeinsam mit Übergewicht, erhöhten Blutfetten oder Diabetes-Typ-II auf. Sie läßt sich oft durch kombinierte Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren erfolgreich beeinflussen.
Schwere Hypertonien müssen durch Arzneimittel behandelt werden. Diese müssen lebenslang eingenommen werden und können Nebenwirkungen haben.
Die blutdrucksenkende Wirkung körpereigener Substanzen tritt unter Umständen erst nach drei bis sechs Monaten ein. Arzneimittel wirken dagegen sehr schnell.
Magnesium, Kalium und Calcium senken einen erhöhten Blutdruck und beeinflussen einen normalen Blutdruck nicht. Die Wirkung von Natrium ist umstritten. Wenn es überhaupt eine Erhöhung des Blutdruckes bewirkt, dann nur in der Form von Kochsalz (NaCl). Natrium in Form anderer Salze ist eher blutdrucksenkend.
Nur drei von dreizehn Studien über die Wirkung von Kochsalz zeigten eine Wirkung auf den Blutdruck und die lag bei 1,7 mm Hg systolisch und 0,9 mm Hg diastolisch. Dabei war man von einem täglichen Verbrauch von 12 g Kochsalz ausgegangen. Der tatsächliche Verbrauch liegt bei 6,8 g bei Frauen und 8,5 g bei Männern. Die empfohlene Aufnahme liegt bei 6 g, das ist ein gehäufter Teelöffel. 20 % der Hochdruckpatienten sprechen auf eine Verminderung der Salzzufuhr stärker an. Da hoher Kochsalzkonsum keinerlei gesundheitliche Vorteile bringt, ist eine mäßige Reduktion des Salzkonsums bei Hypertonikern empfehlenswert.
Vitamin C hat auch eine blutdrucksenkende Wirkung. Es scheint der wichtigste Faktor zu sein. Der Mechanismus der Wirkung ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich beeinflusst es bestimmte Prostaglandine, die blutdruckregulierend wirken.
Omega-3-Fettsäuren senken sowohl den systolischen wie
den
diastolischen Blutdruck sofern dieser erhöht ist.
0,5 g/Tag sind ausreichend. Die Wirkung tritt bei diesen kleinen
Mengen aber erst
nach 2 bis 4 Monaten ein. Fischöl und Betablocker
wirken in der Kombination stärker.
Die Wirkung beruht auf der Beeinflussung von Kreislauf- und blutdruckregulierenden Hormonen, auf der Steigerung der Nierendurchblutung und der Mikrozirkulation.
Zusammenfassung der Empfehlungen für gesunde Ernährung
Zufuhrempfehlung für Vitamine
Fettlösliche
Vitamine:
Sicherheitsfaktor:
Vitamin
A
0,6-1,5
mg
ca. 7-12
Vitamin
D
3-10
µg
ca. 3-10
Vitamin
E
75-150
mg
ca. 5-12
Vitamin
K
30-100µg
ca. 40-100
Wasserlösliche Vitamine:
Vitamin
C
300-1500
mg
ca. 4-15
Vitamin
B1
3,0-25
mg
ca. 7-40
Vitamin
B2
3,0-25
mg
ca. 25-130
Vitamin
B6
4,0-25
mg
ca. 5-25
Nikotinamid (B3) 50-200
mg
ca. 5-20
Vitamin
B12
5-15
µg
ca. 70-200
Folsäure
0,4-1
mg
ca. 200-1000
Pantothensäure
10-30
mg
ca. 300-1000
Der Sicherheitsfaktor gibt an, um das wievielfache der empfohlenen
Werte die Vitamine dauerhaft ohne gesundheitliches Risiko eingenommen
werden
können
Empfohlene tägliche Zufuhr von
Spurenelementen
Spurenelemente in großen Dosierungen können
gesundheitsschädlich
sein! Nahrungsergänzung in Höhe der angegebenen Minimalwerte
sind jedoch mit Sicherheit ungefährlich und sehr zu empfehlen.
Eisen
8-24 mg
Zink
5-25 mg
Mangan
2-6 mg
Kupfer
1-5 mg
Chrom
30-200 µg
Molybdän 50-300
µg
Jod
150-300 µg
Fluor
1-4 mg
Selen
70-200 µg
Zur ausreichenden Versorgung mit ca. 3-5 g Omega-3-Fettsäuren/Woche
ist Nahrungsergänzung mit 3 Fischölkapseln á
0,5 g täglich und/oder 2 Fischmahlzeiten pro Woche zu empfehlen.
Siehe auch Fischtabelle auf Seite 13.
Künstlich gehärtete Fette (Transfettsäuren) wie
auch ein zu hoher Gesamtkonsum von Fetten sollten vermieden und
der Konsum von Fetten mit hohem Anteil an ungesättigten
Fettsäuren,
sowie einem hohen Quotienten von Omega-6/Omega-3-Fettsäuren
(siehe Seite 11) sollte zumindest
eingeschränkt
werden (Tagesbedarf an Fett ist etwa 1 Esslöffel
Pflanzenöl)
50 mg Coenzym Q10 täglich sind bei
Herzschwäche
und/oder hohem Lebensalter eine wichtige Nahrungsergänzung. Ebenso
200 bis 600 mg L-Carnitin.
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Fußnoten